Buchweizen (Fagopyrum)
Der Echte Buchweizen (Fagopyrum esculentum) oder auch Gemeiner Buchweizen genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Buchweizen in der Familie der Knöterichgewächse. Manchmal wird er auch in die Gattung Polygonum eingeordnet. In einigen Gegenden wird Buchweizen auch als Heiden, Heidenkorn, Blenden, Brein, schwarzes Welschkorn oder türkischer Weizen bezeichnet, was auf die Annahme hindeutet, dass Buchweizen über die Türkei nach Europa gelangt sei. Trotz der Bezeichnung Buchweizen handelt es sich nicht um eine Getreideart.
Im Anbau stellt Buchweizen wenig Ansprüche an den Boden und gedeiht auch in sonst ziemlich unfruchtbaren Heide- und Moorgegenden. Die Pflanze ist jedoch empfindlich gegen Kälte und erträgt keine Temperaturen unter +3 °C. Zum Keimen benötigt Buchweizen genügend Bodenwärme und kann daher erst Ende Mai bis Anfang Juni ausgesät werden. Aufgrund dieser Ansprüche ist in Europa ein Anbau bis etwa 70° nördlicher Breite und in Höhenlagen bis 800 m möglich. Wegen unsicherer Fremdbestäubung bringt der Buchweizen trotz vieler Blüten nur ca. 9 Nüsschen pro Pflanze. Die Samen reifen schnell innerhalb von 10-12 Wochen. Aus dem Fruchtknoten entwickelt sich ein einzelnes dreikantiges Nüsschen als Frucht. Es wird vier bis sechs Millimeter lang und etwa drei Millimeter dick. Die Frucht ist ungeflügelt und besitzt eine derbe Schale, die etwa 30% des Gewichts ausmacht und vor der Nutzung als Nahrungsmittel entfernt werden muss.
Wegen des fehlenden Glutens ist reiner Buchweizen einerseits zum Brotbacken ungeeignet, andererseits aber zur Ernährung glutenunverträglicher Menschen geeignet. Buchweizen wird hauptsächlich in Naturkostläden als ganzes geschältes Korn, in Form von Grütze, Flocken oder Mehl angeboten.
Diese Pflanzenart wurde zur Arzneipflanze des Jahres 1999 gewählt.
Quelle: Wikipedia, Stichwort: Echter Buchweizen, abrufbar unter http://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Buchweizen



