Curcuma (Curcuma longa)
Curcuma (Curcuma longa) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Ingwergewächse. Ihr gehört auch die Kurkuma oder Javanische Gelbwurz als wichtige Gewürzpflanze an. Es gibt etwa 80 taxonomisch anerkannten Arten, die meist aus Süd- und Südostasien stammen, vom tropischen Asien bis Nordaustralien verbreitet sind und in den Tropen vielfach kultiviert werden.
Die Curcuma-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden verzweigte, fleischige, aromatische Rhizome, an denen oftmals Knollen zu finden sind.
Frisch hat der Wurzelstock einen harzigen, leicht brennenden Geschmack, getrocknet schmeckt er mildwürzig und etwas bitter – er wird vor allem gemahlen wegen seiner Färbekraft verwendet, z. B. als wesentlicher Bestandteil von Currypulver. Curcuma ist dabei wesentlich preiswerter als der ebenfalls stark gelbfärbende Safran.
In Indien ist die Verwendung von Curcuma seit 4000 Jahren belegt. Die Pflanze galt als heilig und gehörte bereits damals zu den wichtigsten Gewürzen. In der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda wird es zu den „heißen“ Gewürzen gerechnet, denen eine reinigende und energiespendende Wirkung zugesprochen wird. Heute ist Indien das weltgrößte Anbauland und verbraucht rund 80 % der Welternte. Während in Indien meistens getrocknetes Curcuma verwendet wird, ist in Südostasien, z. B. in der thailändischen Küche, die Verwendung der frischen, geriebenen Knolle verbreitet. In der westlichen Küche spielt Curcuma eine untergeordnete Rolle als Bestandteil von Currypulver, als billiger Safranersatz oder als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie, etwa für Senf oder Teigwaren.
Curcuma sollte dunkel und nicht zu lange gelagert werden, da die Farbe bei Licht schnell verblasst und es an Aroma verliert.
Quelle: Wikipedia, Stichwort "Curcuma",
abrufbar unter http://de.wikipedia.org/wiki/Curcuma



