Safran (Crocus sativus)
Safran ist eine Krokus-Art, aus deren im Herbst erscheinenden violetten Blüten die Stempel als das ebenfalls Safran genannte Gewürz gewonnen werden.
Jede Blüte enthält einen sich in drei Narben verzweigenden Griffel. Nur diese süß-aromatisch duftenden Stempelfäden werden getrocknet als Gewürz verwendet. Um ein Kilogramm von ihnen zu gewinnen, benötigt man etwa 80.000 bis 150.000 Blüten aus einer Anbaufläche von ca. 1000 Quadratmetern; die Ernte ist reine Handarbeit, ein Pflücker schafft 60 bis 80 Gramm am Tag. Hinzu kommt, dass Safran nur einmal pro Jahr im Herbst (und das nur für etwa zwei Wochen) blüht. Deshalb zählt Safran zu den teuersten Gewürzen. Im Handel zahlt man zwischen 4 und 14 Euro pro Gramm.
Angebaut wird Safran im Iran, in Kaschmir und in Europa, dort vor allem im Mittelmeerraum. Anbaugebiete sind Südfrankreich, Spanien, Marokko, Griechenland (Krokos, Kozanis), Türkei (in Safranbolu), Italien (Sardinien, Abruzzen, Toskana) und – seit 2006 wieder – Österreich (Pannonischer Safran). Ein kleines Anbaugebiet von 2.500 Quadratmetern existiert in der Schweiz im Dörfchen Mund.
Man verwendet ihn für pikante Saucen, Bouillons, mediterrane Reisgerichte, wie spanische Paella, arabische Pilafs, Lamm- Geflügel- und Fischgerichte, aber auch süße Gerichte wie Pudding, Grießbrei, Rühr– und Hefeteig sowie Plätzchen bekommen durch ein Prise Safran ein besonderes Aroma und eine leuchtend gelbe Farbe.
Quelle: Wikipedia, Stichwort "Safran",
abrufbar unter http://de.wikipedia.org/wiki/Safran



